Ein Bounce ist eine Ablehnung mit angehängtem Grund. Der Grund ist ein dreistelliger Code und eine Textzeile, meist unter vielen Kopfzeilen begraben — und fast immer konkret genug, um sofort danach zu handeln.

Die erste Ziffer

  • 4xx — vorübergehend. Der sendende Server versucht es tagelang erneut. Nichts zu tun, solange es nicht anhält.
  • 5xx — endgültig. Es wird kein weiterer Versuch unternommen. Etwas muss sich ändern.

Die häufigen

  • 550 No such user — die Adresse gibt es nicht. Ein Tippfehler, oder jemand ist gegangen.
  • 550 Message rejected as spam — beim Server angekommen und wegen Inhalt oder Ruf abgewiesen.
  • 550 SPF / DKIM / DMARC failure — Sie sind nicht berechtigt, im Namen dieser Domain zu senden. Siehe den Artikel über Mail, die im Spam landet.
  • 552 Mailbox full — das Problem des Empfängers, und er weiß es womöglich nicht.
  • 421 Too many connections — Sie senden zu schnell. Drosseln Sie, statt hartnäckiger zu wiederholen.
  • 550 Client host blocked — Ihre Adresse steht auf einer Sperrliste. Die Meldung nennt, auf welcher.

Wenn Ihre IP gelistet ist

Der Bounce verlinkt meist auf die Liste. Klären Sie zuerst das Warum — fast immer ein übernommenes Konto oder ein Formular, das zum Versenden missbraucht wird —, denn eine Streichung ohne behobene Ursache bringt Sie binnen eines Tages zurück auf die Liste.

grep -c "status=sent" /var/log/mail.log
grep "status=bounced" /var/log/mail.log | tail -20
Ein plötzlicher Schwall ausgehender Mail, die Sie nicht verschickt haben, bedeutet ein übernommenes Postfach oder ein missbrauchtes Kontaktformular. Stoppen Sie den Versand, bevor Sie um Streichung bitten — die Liste ist das Symptom.
Heben Sie Bounces auf. Eine Liste dauerhaft gescheiterter Adressen, aus Ihrem eigenen Verteiler entfernt, ist das, was einen guten Versandruf erhält. Wiederholt an tote Adressen zu senden ist eines der stärksten Spam-Signale überhaupt.